Sonnentier Photography | Fotografieren im Herbst – Tipps & ein Vorher/Nachher-Vergleich
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Fotografieren im Herbst – Tipps & ein Vorher/Nachher-Vergleich

Fotografieren im Herbst – Tipps & ein Vorher/Nachher-Vergleich

So, meine Lieben. Ich weiß ja, dass unter euch einige versteckt sind, die mindestens so gerne fotografieren wie ich selbst 😉 Und da ich inzwischen öfter gefragt werde, wie ich dieses oder jenes fotografiert oder bearbeitet habe, ob ich nicht mal ein Vorher/Nachher zeigen kann und vor allem, welche Technik ich benutzt habe, wird es ab jetzt immer mal wieder hier im Blog extra Beiträge zu diesen Themen geben 🙂

Heute geht es, passend zum Sturm vor meinem Fenster, um das Fotografieren im Herbst. Und dabei insbesondere um die Zeit NACH der bunten Farbexplosion. Wenn die meisten Blätter gefallen sind, die Sonne sich nicht mehr so oft zeigt, wie wir sie gerne sehen würden, und bei vielen die Motivation zu fotografieren parallel zur aktuellen Höhe des Sonnenstandes sinkt. Also nicht verzagen – Sonnentier fragen! 😀

Erst einmal vorweg: Man kann auch wunderbare und sehr stimmungsvolle Bilder im tiefsten Herbst und Winter zaubern! Ein Stadtpark im Nebel ist dafür z.B. die perfekte Kulisse! Wenn man es gerne etwas bunter haben möchte, dann bietet sich noch immer der Wald an. Denn auch wenn die meisten Blätter gefallen sind, bieten kleine Lichtungen oder Wege zwischen Tannen ein paar schöne Möglichkeiten. Oder – und darum geht es heute – junge Rotbuchen. Die findet man in fast jedem Wald und sie behalten ihr wunderschönes, rot-oranges Laub den ganzen Winter über ♥ An einem bedeckten Nachmittag, relativ kurz vor Sonnenuntergang, ist in so einer kleinen Schonung dieses Bild von der wunderbaren Lillie entstanden:

Sonnentier PhotographyEE1A8317-Bearbeitet

 

Und falls Ihr jetzt Lust bekommen habt, auch solche Bilder zu machen, hier meine Tipps, wie’s gelingt:

Meine Ausrüstung:
Canon EOS 7D Mark II & Canon EF 85mm 1.8 USM

Meine Kameraeinstellungen:
AV-Modus – Blende: 1.8 – Belichtungszeit: 1/640 Sek. – ISO 800

Wichtig für euch ist hier lediglich, dass Ihr ein ziemlich lichtstarkes Objektiv und auch eine möglichst offene Blende nutzt (hier z.B. die Blende 1.8). Welche Kamera Ihr habt, ist hier völlig nebensächlich. Hauptsache, Ihr könnt die Blende selbst einstellen oder wie ich im AV-Modus fotografieren. Die meisten von euch haben sicherlich ein 50mm Objektiv mit der Lichtstärke 1.8. Das ist schon ziemlich optimal! Und wenn Ihr so eines noch nicht euer Eigen nennt, würde ich den Kauf auf jeden Fall empfehlen. Für Canon liegt es bei rund 100 EUR und ist jeden Cent wert!

Warum ist das mit der offenen Blende hier so wichtig? 

Ganz einfach: Damit man so ein schönes Bokeh hinbekommt 🙂 Wenn Ihr euch das Bild genau anguckt, dann sind lediglich die Augen von Lillie scharf – und ein kleiner Teil des restlichen Bildes. Die meisten Blätter verschwimmen vor und hinter ihr schön milchig in orange und rot. Das bekommt Ihr nur hin, wenn die Blende möglichst offen ist – UND (!) Ihr selbst nicht weit von eurem Objekt weg seid. Ganz wichtig! Wenn Ihr zu weit weg seid, dann wird mehr vom Bild wieder scharf und die Wirkung geht verloren. Probiert es einfach aus und macht mehrere Bilder in verschiedenen Abständen. Dann seht Ihr schnell, was ich meine. Und bloß nicht vergessen, eure Models zwischendrin mit leckeren Keksen für’s brave und geduldige Sitzen zu belohnen 😉

 

Direkt aus der Kamera heraus sieht das Bild natürlich noch ein klein wenig anders aus. Da ich keine jpg-Dateien erstellen lasse beim fotografieren, sondern alles im RAW-Modus mache und später entwickel, sieht der direkte Vergleich so aus:

Sonnentier-PhotographyEE1A8317-Bearbeitet-Vorher_Nachher

 

Was genau habe ich gemacht?

Bei der Entwicklung in Lightroom habe ich die Lichter etwas zurückgenommen, die Weiß- und Schwarztöne und damit den Kontrast ein wenig erhöht. Den Bereich der Augen habe ich mit einem Pinsel extra bearbeitet und hier Lichter wieder reingenommen, die Klarheit erhöht und auch die Schärfe höher eingestellt. Die Farben habe ich zwar in Photoshop angepasst, das geht aber auch bei der Entwicklung schon. Einfach mit den verschiedenen Rot- Gelb- und Orangetönen ein wenig rumprobieren und gucken, wie es euch am besten gefällt 🙂 Und wenn man mag – so wie ich 😉 – kann man natürlich auch evtl. störende Äste noch in Photoshop entfernen. Das ist aber kein „Muss“.

 

Wenn Ihr so etwas und ähnliches gerne öfter hier sehen würdet, freue ich mich auf euer Feedback! Und jetzt wünsche ich euch erst einmal ganz viel Spaß beim ausprobieren 🙂

 


 

Und für alle, die noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sind:

Natürlich könnt Ihr auch Gutscheine von Sonnentier Photography – Tierfotografie in Weimar, Jena, Erfurt & Weltweit – für Fotoshootings erwerben!

Ich freue mich auf eure Nachricht und schicke euch gerne meine Infos zu den verschiedenen Paketen zu!

Oder wir vereinbaren einen ganz individuellen Gutscheinwert für euer Geschenk! 🙂